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Happy Zero Waste Spring!

Oder: „Hallo Frühling“ und was die Jahreszeiten mit Zero Waste zu tun haben.

 

Die leuchtend gelben Köpfchen des Huflattichs bahnen sich im Vorfrühling den Weg zwischen dem Schnee in Richtung Sonne. Der Bärlauch sprießt an jeder Ecke zart aus dem Boden. Dem Giersch kann man nahezu beim Entrollen der jungen, zarten Blättchen zuschauen. Die ersten Sträucher beginnen in allen erdenklichen, bunten Farben zu blühen.

 

Es kommt wieder Licht in die Welt. Das Licht bringt die Farbe mit. Das Leben. Die Freude. Happy Spring.

 

Kommen wir zurück auf das Thema: Zero Waste im Frühling. Gehen wir raus an die Sonne. Tanken wir wieder auf. Lassen uns von der Natur inspirieren. Leben wir mit der Natur. Sie lebt es uns vor. Wir brauchen es ihr noch nachzumachen. Hatten wir uns im Herbst Vorräte angelegt, im Winter zurückgezogen und eingehamstert so brechen wir im Frühling wieder auf. Lassen vieles los und starten neu durch. Blühen auf.

 

Wenn wir bereits nach den Prinzipien von Zero Waste oder Minimalismus leben, wird uns das Loslassen leichter fallen. Und ja, Zero Waste ist mehr – zumindest für mich – als ausschließlich das neu gekaufte, trendige Sackerl oder das hippe, ebenso neu angeschaffte Einmachglas mit zum Einkaufen zu nehmen. Zero Waste fängt beim Nicht-Kaufen an. Ja, Nicht-Kaufen! Manche mögen es auch Ablehnen, Verweigern oder in englischer Sprache Refuse nennen. Ich gebe da immer und immer wieder die Frage weiter und frage mich selbst:

 

·        „Brauche ich das jetzt (!) wirklich zum erfüllten Leben?“

·        „Brauchen wir das wirklich zum Leben?“

·        „Brauchst du das jetzt wirklich zum Leben?“

 

Vorab bietet sich an die Frage zu stellen „Was brauche ich überhaupt für ein erfülltes Leben?“. Meist kommen wir da ziemlich schnell auf den Gedanken, dass mit ausreichendem Schlaf, der Bewegung in der Natur, qualitativ hochwertigem Essen aus der Region und lieben Menschen um uns bereits sehr viel getan ist. Das alles kostet kein Geld, produziert kein Müll (wenn wir uns EIN nachhaltiges und langlebiges Bett und Dach über dem Kopf anschaffen). Und in qualitativ hochwertiges, regionales, unverpacktes Essen zu investieren lohnt sich allemal. Für uns. Unseren Körper. Die Natur. Das Klima.

 

Vielleicht lohnt es sich dabei vor Augen zu führen, dass wir noch vor 30 bis 50 Jahren gut die Hälfte des monatlichen Einkommens für Lebensmittel ausgegeben haben. Nun sind es gerade mal knapp 10 Prozent. Und der Außer-Haus-Konsum von Essen stieg und steigt drastisch.

 

Nun, mit dem Loslassen sind nicht nur materielle Güter gemeint. Lassen wir im Frühling nicht nur Dinge los, lassen wir auch alte Gedankenmuster los oder energieraubende Beziehungen zu Menschen. Und unseren Körper können wir im Frühjahr ganz besonders beim Loslassen unterstützen. Reinigende Pflanzen wachsen gerade jetzt an allen Ecken, auf Wegen und an Wegrändern, in jeder noch so kleinen Ritze, im Wald und auf der Weide.

 

Die geballte Kraft zum Durchstarten finden wir im Frühling in der Natur:

·        Der Tee der Blüten des Huflattichs für den Schnupfen im Frühjahr.

·        Bärlauch-Knospen als Antipasti oder die Blüten im Salat genossen, stärken.

·        Giersch als Pesto, im Smoothie oder Salat entsäuert.

·        Brennnessel oder Löwenzahn-Blätter als Suppe oder Kräutertee reinigen.

·        Gänseblümchenknospen auf dem Butter-Brot sind nicht nur schön zum Anschauen.

 

Und das alles gibt es draußen. Vor unserer Haustüre. Bei einem Spaziergang. Im Wald. Im nächstgelegenen Park.

Kostenlos, gesund und unverpackt. Ganz Zero Waste. Vielleicht magst du dir beim nächsten Spaziergang gleich das Mittagessen mit nach Hause nehmen? Einfach ausprobieren! Alle genannten und auch andere Frühlingskräuter schmecken am besten, wenn sie noch ganz jung und zart sind. Sie lassen sich roh auf dem Brot, im Salat als auch gekocht als Suppe, Pesto ganz einfach verwenden. Ob du einzelne Zutaten verwendest oder diese miteinander mischt, liegt ganz bei dir. Alles ist möglich. Sei kreativ!

 

#krautblog-Tipp

Dunkles Vollkornbrot mit Butter, Topfen, Frischkäse oder pflanzlicher Margarine bestreichen. Bio-Knoblauch-Zehe von regionalen Bauern in feine Scheibchen schneiden und damit das Brot belegen. Frische Frühlingskräuter drauf und schon hast du eine schmackhafte, gesunde Jause inkl. natürlichem Antibiotikum. Ich liebe es zudem mit etwas von meinem selbst gemachten Kräutersalz aus österreichischem Ursalz und selbst gesammelten Kräutern zu würzen.

 

Und auf die weiteren Prinzipien von Zero Waste komme ich gerne in einem neuen Blogbeitrag zurück. Bis dahin können wir uns immer und immer wieder fragen: „Brauche ich das jetzt wirklich zum Leben?“. Wie können üben „Nein“ zum nächsten Werbeflyer, Goodie und Visitenkarte sagen. Uns selber daran erinnern und sagen: „Nein“ zum Kauf der vierten Hose, weil wir eh nur zwei davon brauchen.  „Nein“ zur nächsten Verabredung, die nicht unseren Werten entspricht. So erst kann und darf neues Entstehen. Es darf in voller Pracht erblühen. Im Frühling.

 

 

In diesem Sinne: Happy Spring!

Eure, Andrea*

 

Dieser Beitrag ist als Gastbeitrag auf www.zerowasteaustria.at erschienen.

Ich bin eine der Zero Waste Bloggerinnen von Zero Waste Austria und Zero Waste Botschafterin in Vorarlberg.

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