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Holler, Holder, Holunder

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Der Schwarze Holunder (Sambucus nigra) hat viele Namen. Ein kleiner Baum oder Strauch mit ebenso vielen Geschichten, die es zu erzählen gibt. 

 

Mit einer Geschichte dazu fange ich im heurigen Jahr an zu erzählen. 

 

Er ist wohl einer der häufigsten Sträucher in Mitteleuropa. Das wahrscheinlich auch, weil er besonders frosthart ist und gut hier und da ... auf Lichtungen, Fluren, Wegrändern und an Plätzen, die einen stickstoffreichen Boden aufweisen, ... wächst. 

 

Zudem gilt der Schwarze Holunder als DER LEBENSBAUM im Hausgarten!

Holunder: Kulinarik

Gestartet habe ich heuer mit dem Sammeln der Blüten des Schwarzen Holunders für die, meinige Wilde Küche.

 

Gesammelt und getrocknet verwende ich Holunder als wohltuenden Holunderblütentee, der (gemeinsam mit Lindenblüten) stark schweißtreibend ist und sich ausgezeichnet dazu eignet bei Erkältungskrankheiten und Fieber zu trinken. Auch in meinem Wildkräuterteemischungen, die ich verkaufe, mische ich Holunderblüten in Maßen unter.

 

Ganz frisch nach der Wanderung eignet sich eine solche Holunderblüte auch ausgezeichnet, um einen Palatschinkenteig (Pfannkuchenteig) einzutauchen und in Butter zu braten (Gebackene Holunderblüten). Oder mit dem Teig in der Pfanne zu übergießen und als Holunder-Omelette zu genießen.

 

Wie und mit was ich den Teig mache? 

# Frische Bauernmilch

# Bio-Eier aus Sulzberg

# Dinkelvollkornmehl

# Ursalz

 

Und wie ihr wisst oder sonst (nochmals) nachlesen könnt ... meine kulinarischen Anregungen sollen Ideen sein. Als kleiner Anhaltspunkt dienen und strickt ein Rezept sein. Einerseits, weil ich gerne 

# das verwende, was gerade noch in der Wohnung gelagert

   oder aufzubrauchen ist bevor es verdirbt.

   So ist #reducefoodwaste bei mir nicht nur ein Begriff, sonder lebt!

# das verwende, was JETZT gerade in Saison ist

   und bei uns HIER regional (und möglichst unverpackt) erhältlich ist.

# das zubereite, was einfach, leicht und mit wenigen Zutaten machbar ist.

 

Nun also, mit welchen Zutaten ich den Teig mache, wissen wir nun schon. Für all jene unter euch, die es doch ein bisschen konkreter gerne hätten: 1/2 Liter Milch, 2 (oder besser mehr) Eier, eine Prise Ursalz und so viel Mehl bis der Teig dickflüssig ist. Und wie? In dieser oder auch anderer Reihenfolge alles rein in die Schüssel und mit dem Schneebesen (oder ähnlichem haushälterischen Geräte) verrühren. Holunderblüte eintauchen und in die Pfanne mit etwas Butterschmalz. Es geht natürlich auch etwas mehr an Butterschmalz. Was ich allerdings nur rate, wenn du danach dieses weiterverwenden kannst und willst, z. B. für das Wiener Schnitzel der Woche.

Vegane Alternative

Natürlich sind meine Leckereien auch jeweils so abwandelbar, dass ein veganes Essen entsteht oder für Menschen mit Unverträglichkeiten genießbar wird. Also die einfach deine Alternative zu Milch, Eiern und Butter verwenden und los geht´s!

 

Die gebackene Holdunderblüte u/o das Holunderomelette auf einen Teller. Wenn du magst noch Früchte der Saison, ein (noch gelagertes Apfelmus oder) Fruchtmus, sprich einfach nur die pürierten Früchte ohne Zuckerzugabe), Zimt oder Zucker dazu/darüber. Yummy! UND, Kinder lieben solche Mehlspeisen!

Holunder-Saft

Ich trinke ja mehr oder weniger und zu Hause nur Leitungswasser. Einfach nur Wasser! Ich mag das einfach gerne und ich finde es in unserer Region hier eine hohe Qualität des Lebens, wenn wir das Wasser, das aus der Leitung kommt trinken und genießen können. So habe ich äußerst selten gesüßte Säfte zu Hause. Wenn Saft, dann einen Direktsaft (nach dem Pressen direkt getrunken werden kann/wird) wie z. B. Apfel-, Rote Beete-, Karotte o. a.

 

Nichtsdestotrotz habe ich mich heuer an die Herstellung von Holundersirup und -limonade gewagt. Mein Freund liebt doch noch sehr das Süße und gemeinsam genießen wir dann diesen auch zu besonderen Anlässen.

 

Dazu gleich die Frage an DICH und euch: Habt ihr schon Erfahrungen mit der Herstellung eines Sirups, Limonade, Saft mit Holunderblüten mit wenig(er oder gar keinem) Zucker? Über eure Nachrichten freue ich mich sehr.

 

Ich habe das Ganze nun mit wenig Bio-Rohrohrzucker, Bio-Zitronen, eigenem Apfelessig und Leitungswasser probiert. Mal den Zucker aufgekocht, mal nicht. Mal mit mehr Zitronen, mal mit weniger Zitronen, Zucker, Essig. Die Haltbarkeit wird sich weisen und uns zeigen, ob wir doch nun gleich im Frühsommer alles auszutrinken haben oder wir zu Weihnachten noch einen feines Glas davon genießen können. Jemand Erfahrungen mit Vollrohrzucker (Mascobado, unraffinierte Zuckersorte) in dieser Hinsicht?

 

Ich experimentiere ja gerne und andauernd,

um einfach ein möglichst saisonal-regional-einfach-gesundes Produkt herzustellen.

 

So bis zum nächsten Mal.

Eure. Andrea*

 

PS. Folgst DU schon? Instagram? Facebook?

 

PPS. Da gilt immer noch das PS. des Artikels "Nichtstun". :)