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Kuchen mal pikant mit Roten Rüben, Äpfeln

Du glaubst ich gehe nun unter die Foodblogger? Ne, ne ... da gibt es solch tolle Frauen und Männer, die das schon ausgezeichnet machen.

 

Allerdings möchte ich euch das ein oder andere Gericht aus regionalen, saisonalen Lebensmitteln nicht vorenthalten. So habe ich Eva Fischer von foodtastic - a foodblog (austrian foodblog since 2013) angefragt, ob ich nicht ein oder mehrere Rezepte von ihr hier im krautblog.com von mir bzw. der Website des Obst- und Gartenkultur Vorarlberg teilen darf. Yes!

 

Eva Fischer ist Foodbloggerin der ersten Stunde, Food-Fotografin und -stylistin, Köchin und Beraterin für gesunde Ernährungs- und Gastrokonzepte.

 

Und hier nun das Rezept von ihr zum pikanten Kuchen "Kuchen mal anders - mit Roten Rüben, Äpfeln, Parmesan und Rosmarin" in unveränderter Form.

 

Und, als Salz würde sich da außerdem und sowieso super-gut das (Wild)Kräutersalz von krautfotografie.com (also von mir!) eignen. Check it out!

Rezept

ZUTATEN:

  • ca. 350 g vorgegarte Rote Rüben
  • 1 Stk. Apfel (säuerlich, z.B. Boskop)
  • 150 g Schalotten oder Zwiebeln
  • 20 g Butter (Pfanne)
  • 80 g Butter (Teig)
  • 10 g Butter (Springform)
  • 20 g Zucker
  • 1 ½ TL feines Salz
  • Pfeffer
  • 500 g bzw. 2 Packungen Ricotta (hatte nur 250 g und verwendete Frischkäse und Sauerrahm für die andere Hälfte)
  • 3 Eier
  • 2-3 Zweige Rosmarin
  • 150 g (glutenfreies) Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 100 g geriebene Haselnüsse
  • 80 g Parmesan
  • 1 EL Die Bodenständige Gewürzmischung von Sonnentor (nach Belieben)
  • evtl. frischer Kren, Haselnüsse und Honig für die Deko (hab ich weggelassen)

ZUBEREITUNG:

  1. Backofen auf 150°C Umluft (170°C Ober-/Unterhitze) vorheizen. Roten Rüben (am besten mit Einweghandschuhen arbeiten, da diese stark färben) in dünne Spalten schneiden. Apfel waschen, schälen, Kerngehäuse entfernen und ebenfalls in dünne Spalten schneiden. Beides zwischenzeitlich zur Seite stellen.
  2. Schalotten bzw. Zwiebeln schälen und sehr fein hacken. Rosmarin waschen, trockenschütteln, Nadeln abzupfen und fein hacken. Parmesan fein reiben.
  3. Butter in einer Pfanne schmelzen und Schalotten bzw. Zwiebeln darin bei mittlerer Hitze etwa 5 Minuten glasig dünsten. Anschließend abkühlen lassen.
  4. Für den Teig Butter, Zucker, Salz sowie etwas Pfeffer mit einem Handrührgerät etwa 3 Minuten schaumig rühren. Nun Ricotta (plus evtl. Ersatzzutaten wie Frischkäse & Co.) unterrühren. Eier nach und nach dazugeben und mit dem Rosmarin und den abgekühlten Schalotten unterrühren.
  5. Backpulver und (glutenfreies) Mehl gut vermischen und beides mit den geriebenen Haselnüssen und dem Parmesan unterrühren. Die runde Springform mit Butter einfetten, Teig einfüllen und glatt streichen. Nun abwechselnd Rote Rüben und Apfelspalten, schichtweise im Kreis, in den Teig drücken. Kuchen für etwa 50-60 Minuten in den vorgeheizten Ofen auf die 2. Schiene von unten geben
  6. Fertigen Kuchen etwa 15-20 abkühlen lassen. Nach Belieben mit frisch geriebenem Kren, gehackten Haselnüssen und mit etwas Honig beträufelt servieren.

NOTIZEN:

Was du sonst noch brauchst: runde Springform Ø 24 cm

Rote Rüben und Äpfel

Dieser Kuchen könnte sogar euch Anti-Rote-Rüben-Menschen, irgendwo da draußen, schmecken. Kuchen ist in diesem Falle vielleicht auch ein wenig irreführend, da es sich nicht um eine süße, sondern um eine pikante Version handelt. Mit so wahnsinnig guten Zutaten wie Rote Rüben, Äpfel, Rosmarin, Ricotta, Parmesan uvm.

Dieses Wochenende haben meine Freundin Marie-Thérèse und ich uns wieder ans Werk gemacht: Wir haben diesen herrlichen Kuchen auch fotografisch in Szene gesetzt. Raus gekommen sind zwei unterschiedliche Bildpaare – einmal hell einmal moody. Dazu so einige Varianten und Ausschnitte.

 

Vergangene Woche hab ich euch ja über die gesunden Roten Rüben berichtet. Daher sehen wir uns nun mal den Apfel, als weitere Kuchenzutat, genauer an.

„An apple a day keeps the doctor away“. 

Diese sehr bekannte Redewendung wird im englischen Sprachraum seit dem 19. Jahrhundert gebraucht.

 

Es stecken tatsächlich viele Nährwerte in der Frucht mit dem eigentlich irreführenden lateinischen Namen „Malus“. Dies heißt übersetzt Übel, Leid und Unheil. Die Frucht hat ja schließlich den Sündenfall heraufbeschworen und damit die Vertreibung des Menschen aus dem Paradies bewirkt. Noch heute verführt die Frucht uns Menschen: Wir Österreich essen doch tatsächlich fast 20 Kilo Äpfel pro Jahr.

Der Apfel ist alles anders als ein „Malus“. Er ist nämlich ein wahres Kraftpaket und enthält mehr als30 verschiedene Vitamine und Spurenelemente. Diese halten uns vor allem in der kalten Jahreszeit gesund und munter. Erwähnenswert ist vor allem Kalium, das den Wasserhaushalt reguliert, sowie Eisen. Zudem sind die wichtigen Vitamine Provitamin A, B1, B2, B6, E sowie C, Niacin und Folsäure im Apfel enthalten.

Der Apfel gilt auch als Zahnbürste der Natur. Er hat mit seinen Fruchtsäuren und Ballaststoffen einen stark reinigenden Effekt für die Zähne. Zumindest zwischendurch funktioniert er ebenso gut wie ein Kaugummi. Ein besonders wichtiger Inhaltsstoff im Apfel, welcher in der Schale zu finden ist, ist das Pektin. Es senkt den Cholesterinspiegel, bindet Schadstoffe und schwemmt sie wieder aus. Zudem scheinen die in der Frucht enthaltenen Flavonoide und Carotinoide das Krebsrisiko zu mindern und haben eine antioxidative Wirkung im Organismus. Der Apfel reguliert durch seine vielen Ballaststoffe die Verdauung, die sekundären Pflanzenstoffe stärken das Immunsystem.

Seine positive Wirkung entfaltet der Apfel am besten roh: Äpfel sind der ideale gesunde Snack für zwischendurch. Beachte vor dem Rohverzehr, dass fast alle Äpfel gut und heiß gewaschen werden sollten, da viele leider gespritzt sind (außer Bio-Ware). Dennoch ist es besser, die Schale am Apfel zu behalten, da hier bis zu 70% der gesunden Inhaltsstoffe sitzen oder direkt darunter. Beim Schälen geht also leider schon viel Wertvolles verloren.  Die Schale ist zudem reich an Eisen, Magnesium, ungesättigten Fetten und bioaktiven Substanzen. Je nach Sorte stecken zwischen 5 und 35 Milligramm Vitamin C in der Schale. Das Kerngehäuse ist ebenfalls sehr wertvoll: es enthält Jod!

Mehr von und zu Eva Fischer von foodtastic findet ihr unter foodtastic.at.

 

Ich danke Eva auf jeden Fall ganz herzlich, dass ich dieses Rezept mit euch auf dem krautblog.com teilen kann. DANKEschön! 

 

Herzlichst und bis bald.

Eure.

Andrea*