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5 Dinge, um Lebenmittelabfälle zu vermeiden

Oder mit Kraut, Strunk, Stil und Butz; ganz im Sinne von #reducefoodwaste.

 

Die letzten Winter- und Lagergemüse dürfen wir zurzeit noch verzehren. Und, bald. Ganz bald … starten wir in die neue Gartensaison. Du auch? Auf deinem Fensterbrett, deinem kleinen Balkon oder sogar im Garten? Der eine oder andere von euch mag vielleicht in den nieder gelegenen, wärmeren Orten im Frühbeet schon gestartet haben? Egal wie, auf jeden Fall gibt es wieder frisches, junges Gemüse und Kräuter. Bald auch Beeren und Obst. Vorfreude!

 

Nun dazu mein Beitrag, um auch wirklich alles Kraut zu schätzen, zu kochen, zu verarbeiten und essen. Was ich damit meine? Na, dass wir einfach alles einer Pflanze zu genuss- und wertvollen Lebensmittel verarbeiten könn(t)en. Und sollte es dann doch noch einen Rest geben, was unwahrscheinlich ist, verwenden wir diesen weiter, um nahrhafte Erde für unseren Garten zu produzieren. So nach dem Prinzip von Zero Waste oder hier #zerofoodwaste und  #reducefoodwaste. Aufwändig? Kompliziert?

Kraut verwenden

Nein, ich mag das Einfache! Es muss ja auch nicht gleich alles auf einmal ein. Ich habe mit dem einen angefangen und dann wächst das automatisch mit dir mit, weil du dich fragst … „Wie könnte ich nun das hier noch verwenden?“. Einfach Schritt für Schritt.

 

Und wie das gehen könnte nun Jetzt, Hier. Einfach ein paar Gedanken von mir als Anhaltspunkte für dich. Was ich mit "Anhaltspunkt" meine? Das habe ich in einem der ersten Blogartikel unter Kräuterkulinarik zusammengefasst.  Das Kraut - damit meine ich die Blätter, Stängel bzw. ist generell der oberirdisch wachsende Teil einer Pflanze gemeint. Mehr dazu im Blogbeitrag „Andrea von krautfotografie.com“.

 

Also, das Kraut z. B. von Kohlrabi, Rote Beete, Karotten, etc. können wir gut und gerne auch essen. Aus diesem Kraut lassen sich wahre Genüsse zaubern. Zum Beispiel einfach

# zu Pesto verarbeiten

# in die Suppe geben

# als Farbtupfer im Salat verwenden

# wie Spinat kochen

# mit dem Risotto kochen oder

# als Gemüse in Smoothie, Quiche & co.

 

Zur Suppe. Hier röste ich Zwiebel, Knoblauch (oftmals schon fix fertig mit Öl eingelegt oder im Tiefkühlfach) mit (getrockneten) Kräutern oder wer will mit Suppenwürze an, gebe das Kraut dazu, gieße mit Wasser auf und lasse das Ganze köcheln. Passieren. Zum Verfeinern kannst du noch Frischkäse, Sahne oder ähnliches einfach gleich mit pürieren. Fertig!

 

Stöber mal im Blog dazu. Da findest du auf jeden Fall noch ein paar weitere Gedanken von mir, wie ich Zwiebeln und Knoblauch kochfertig mache.

Zwiebel und Knoblauch

Bei den Zwiebeln und Knoblach selbst – eh klar – wird die Knolle inklusive dem gesamten Kraut (das Grüne, das natürlich auch bei diesen Gemüse oberirdisch dran ist, wenn´s nicht bereits weggeschnitten/-schmissen ist) verwendet. Ja, natürlich zum Erntezeitpunkt hat man (sprich Frau) auch oft zu viel auf einmal von diesem ganzen Kraut. Ich schneide dann einfach alles und friere es ein. So reduziere ich einerseits Lebensmittelabfälle und habe andererseits mehr und länger von dem feinen Grün der Frühlingszwiebel oder dem jungen Knoblauch.

 

Zwiebelschalen müssen auch nicht weggeworfen werden. Diese einfach mit sonstigen (Wurzel)Gemüseabschnitten in der Tiefkühllade sammeln und dann von Zeit zu Zeit einen Gemüsefond (auf Vorrat) daraus kochen (lassen).

 

Hast du das schon probiert? Erzähl uns doch von deinen Erfahrungen!

Wintergemüse, Salat und Schalen

Um zurück zu kommen auf unsere letzten Wintergemüse. Da ist ja viel Kohlgemüse in unseren Breitengraden mit dabei. Schneidest du da den Strunk raus? Brauchst du nicht zu machen! Den Strunk einfach mitschneiden und mit den restlichen Krautstreifen, Salatblättern, etc. im Strudel, der Suppe, dem Quiche und co. verwenden.

 

Und, im Frühjahr und Sommer geht´s ja in der Wärme schnell und das Kraut ist „lahm“ (sprich welk) oder die Kartoffel ist schrumpelig. Ins Wasser tauchen/geben und es lebt wieder auf. Oder eben abreißen, -schneiden, trocknen, hacken und als Gewürz oder im Salz verwenden. Zudem ein welkes Blatt bringt uns ja im Salat auch nicht um. J

 

Oder die Karotte – muss die wirklich geschält werden? Oder der Apfel geschält und entkernt? Und die Kartoffel? Nein, müssen sie und er überhaupt nicht. Das bringt sogar den Vorteil mit sich, dass wir die darin enthaltenen Vitamine mitessen können und es das Kochen wesentlich erleichtert, vereinfacht. Und, wie ihr wisst … ich liebe das!

 

Zudem eignen sich Apfelschalen (in getrockneter Form) oder auch Orangen, Zitronenschalen u. a. für einen feinen Wintertee.

Essensreste, Kompost und Saatgut

Wenn du das nicht magst, wäre eine Möglichkeit dies in den „guten Biomüll“ zu geben … bei mir ein separater Kübel mit Deckel, in welchen ich die Pflanzenreste gebe, die mit ein bisschen Kaffeesatz, Mikroben aus den beim Umtopfen abgeschnittenen Wurzelballen/-erde und Wärme gut verrotten. Der daraus entstandene Kompost (Erde) kann ich dann wieder in die Pflanzkästen am Balkon geben. So entsteht ein schöner und vor allem natürlicher Kreislauf. Das ist doch wunderbar. FREUDE auf jeden Fall bei mir.

 

Irgendwie habe ich (fast) keine Essensreste. Wir essen oftmals zwei Mal dasselbe hintereinander. Oder sonst fällt mir immer etwas ein, um dies oder das weiter zu verwenden. Mein Partner meint dann zwar so manches Mal „Konntest heute wohl wieder nichts wegschmeißen?“. Schmecken tut es ihm dann ohnehin.

 

Frigga eignet sich dazu supergut, wenn mal eine halbe (wenn es so sein soll auch mit Marmelade) Scheibe Brot meines Sohnes nicht aufgegessen und härter wurde. Oder, hast du Hühner im Garten oder einen Nachbar, der Hühner hält? Auch die mögen so das eine oder andere von uns nicht Gegessene. Und wir führen das Lebensmittel wieder einem Kreislauf zu, wovon wir ein wertvolles Lebensmittel (Hühnerei) im Gegenzug erhalten.

 

Die Kerne der Paprika munden nicht? Naja, einfach raus nehmen und als Saatgut im nächsten Jahr verwenden. Zu viel davon?

# In eine Saatgutrotation bringen,

# der lieben Freundin oder Schwiegermutter schenken.

# Oder sogar mehr Pflanzen als für den Eigenbedarf nötig sind groß ziehen und

zu Ostern  verschenken

# oder Anfang Mai bei der Pflanzentauschbörse anbieten.

 

Vielleicht zuerst ausprobieren oder sich erkundigen, ob es sich um samenfestes Gemüse (also, das der Samen fruchtbar ist vs. Hybride) handelt, um dann auch einen Ertrag davon zu haben. Ich finde das auf jeden Fall ein geniales Erfolgserlebnis, wenn du da einen Paprikakern hast, daraus eine Pflanze wächst und du im Herbst so viele Paprika an diesem Strauch hast, dass du sie dem Nachbarn im Garten unter dir runter wirfst und er eine Freude damit hat.

Lebensmittelabfälle vermeiden

Ja, und was sind nun diese fünf oder mehr Möglichkeiten (5 Dinge) um Lebensmittelabfälle zu vermeiden?

# Das Kraut der (Gemüse)pflanzen verwenden.

# Den Strunk der (Kohl)gemüse verwenden.

# Welkem Kraut neues Leben einhauchen oder getrocknet verwenden.

# Schalen und Kerne mit oder separat verwenden.

Kompost mit Lebensmittelabfällen selbst herstellen.

 

Ach, mir liegt dieses Thema einfach sooo am Herzen.

# Um mit/aus wenig viel zu machen und bewirken.

So aus meinen minimalistischen Gedanken heraus.

# Um Lebensmittelabfälle (food waste auf englisch oder vielfach „neudeutsch“ verwendet)

zu reduzieren (#reducefoodwaste) oder gar zu vermeiden (#zerofoodwaste).

# Das Lebensmittel an sich an sich zu schätzen, den Wert zu erkennen.

Sie sind ja unsere Mittel zum Leben.

# Ressourcenschonend zu agieren und trotzdem einfach, schmackhaft und schön.

# Und schlussendlich die regionale, saisonale (Land)wirtschaft zu unterstützen. 

 

Da sprudelt´s bei mir nur so vor schreiberischen Ideen. Ich habe vor einem Monat mal angefangen Themen aufzuschreiben, die mir im Kopf schwirren und die es Wert wären mal darüber einen Artikel zu tippen. Ganze drei A5-Seiten sind es schon in meinem Büchlein. Hui! Nach und nach, wenn ich die Ruhe und Muße im Alltag dafür finde, mache ich mich dahinter und tippe los. Wie jetzt, wenn es 08:00 Uhr in der Früh ist, mein Sohn den Schlaf von gestern nachholt. Ich nicht laut im Wohnzimmer sein will und so „geschenkte“ Stunden zum Schreiben bekommen habe. DANKbarkeit.

 

Sodann bis zum nächsten Mal.

Eure.

Andrea*

 

PS. Dieses hier gilt noch immer. :) 

 

PPS. Ja, und das ein Joghurt einen Monat nach dem MHD (Mindesthaltbarkeitsdatum) noch gegessen werden kann. Na, das ist dir wahrscheinlich sowieso bewusst. Oder? Heißt ja "mindestens haltbar bis" und die Produzenten geben da immer ein zeitnahes Datum an. Gilt natürlich auch für (Kräuter)Salz, Mehl oder was auch immer du in deinem Vorratsschrank aufbewahrst. Sortieren der Lebensmittel im (Kühl)Schrank hilft natürlich auch ... hinten die neu gekauften Produkte, vorne die bereits länger im Schrank stehenden. [...] Im Restaurant die kleine Portionen bestellen, gemeinsam essen oder einfach mit nach Hause nehmen. [...] Zum schreiben hätte ich zum Thema #reducefoodwaste ja noch viel. Einfach folgen ... da folgt sicher was. Über instagram oder facebook informiert bleiben. 

 

PPPS. Inspiration durch Bilder ... hier, jetzt nachfolgend. Foto-Update folgt nach und nach.