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Vitaminbombe Weißkohl

Kruut, das Weißkraut ist gerade bei der jungen Generation fast schon in Vergessenheit geraten. Obwohl sich dieses Gemüse in unseren Gärten überaus wohl fühlen würde.

 

Tatsächlich rümpft so manche/r die Nase bereits, wenn er/sie alleine nur das Wort „Kruut“ oder gar „Surkruut“ hört. Tatsache ist allerdings, dass dieses Kohlgewächs kulinarisch weit mehr als das zu bieten hat. Ebenso wie sich der Körper von Jungen, Älteren und Junggebliebenen über diese Vitaminbombe erfreut.

 

saisonal und regional erhältlich

 

Die Natur hat für den alpinen Raum dieses Kraut in der Ernährung bereits seit vielen Jahrzehnten vorgesehen. Es wächst und gedeiht gut in Vorarlberg und Umgebung. Geerntet wird im Herbst. Die frühen Sorten bereits im Frühsommer. Mit dem hohen Anteil an Vitaminen und besonders Vitamin B und C stärkt dieses Grün unser Immunsystem in der kalten Jahreszeit. Es hält fit, jung und tut der Verdauung gut. Tatsächlich.

 

Auch wenn Weißkohl einiges an Platz und am besten ein Stück Freiland benötigt, lohnt sich dessen Anbau. Er ist Starkzehrer. Das Einhalten einer entsprechenden Fruchtfolge mit einem Beetwechsel ist absolut wichtig. Sonst ist er am sonnigen, wie auch halbschattigen Standort mit einem feuchten, nährstoffreichen Boden zufrieden. Das Einbringen von Kompost, Pflanzenjauchen mit Brennnessel oder Schachtelhalm sind im Laufe der Anbausaison ideal.

 

mehr als Sauerkraut

 

Sauerkraut einmachen und die dafür vorgesehen Weißkohl-Sorte ist nur eine von zahlreichen Möglichkeiten der Verwendung. Neben dem Klassiker wie Gemüse- und Krautstrudeln eignet sich Kohl grob zerkleinert auch ausgezeichnet zum kurz Anbraten mit herbstlichem Gemüse oder Fleisch in der Pfanne und aufgießen mit einer Brühe. Mit einer sättigenden Beilage eine Vorarlberger Wok-Pfanne. Für Salat, Suppe, pikante Kuchen (Quiche), deftige Eintöpfe oder zum Einwickeln eignet sich Weißkohl. So kann ein Krautsalat mit Karotten und Schnittknoblauch wie beim Chinesen, asiatisch angehauchte Wok-Pfannen, Frühlingsrollen oder Kraut-Rouladen ausschließlich mit saisonal und regional erhältlichen Zutaten entstehen. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Die Zutatenlisten der Rezepte lassen sich gut und einfach abwandeln. Die Produkte lassen sich ausgezeichnet durch saisonale Lebensmittel des Ländle-Produzenten austauschen. Das einzige was Sie dazu benötigen: Etwas Mut. Und von wegen Arme-Leute-Essen. Das war einmal. Auch wenn Weißkohl nach wie vor sehr preiswert im Gegensatz zu anderen Gemüsearten ist.

 

#krautblog-Tipp

Kraut in kürzere Streifen schneiden oder durch die Haushaltsmaschine zerkleinern lassen. Zwiebeln klein hacken. Reste an Wurst oder Speck in kleine Würfel schneiden oder einfach weglassen. Zwiebel mit Speck in der Pfanne kurz anbraten. Oder einfach roh unter das geschnittene Kraut mischen. Creme fraiche, Sauerrahm oder/und etwas Milch und Eier dazu geben. Mit Kräutern oder mit Salz und Pfeffer würzen. Gut mischen und auf einem Blätter- oder Mürbteig in der Mitte länglich verteilen. Die kurzen Seiten, dann die langen Seiten einschlagen und ab ins Backrohr. 180 Grad. Circa 35 Minuten.

 

Genauso gut geht es, wenn zuvor der rohe, geschnittene Weißkohl eingefroren wurde.

 

 

Dieser Artikel ist im Magazin "luag - Unsere Land- und Forstwirtschaft. Wertvoll für´s Land." erschienen.

An alle Haushalte im Bundesland Vorarlberg. Auflage: 154.000.

 

Von mir.

Andrea Blum | Die Quertexterin

  

Fono von Clint Mckoy auf Unsplash

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